PASCH-Alumnus Mariano González erhält Herder-Förderpreis als Auszeichnung für Bachelorarbeit

Am 25. August 2016, dem Geburtstag Johann Gottfried Herders, wurde Mariano González aus São Paulo, Brasilien, mit dem Herder-Förderpreis in Weimar ausgezeichnet.

 

Jährlich wird die Auszeichnung in Erinnerung an den Theologen und Schriftsteller Johann Gottfried Herder (1744-1803), der von 1776 bis zu seinem Tod als Generalsuperintendent an der Kirche St. Peter und Paul in Weimar tätig war, vergeben. 

  

© Elisabeth Dietrich

Der 23-jährige PASCH-Alumnus Mariano González, der die Deutsche Auslandsschule Colégio Visconde de Porto Seguro I in São Paulo (Brasilien) besuchte, kam schon im Juni 2012 im Rahmen des DAAD-Stipendienprogramms für „Absolventinnen und Absolventen deutscher Auslandsschulen, DSD-Schulen und Fit-Schulen“ nach Deutschland. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Bachelorstudiums studiert er momentan bereits im 3. Master-Semester Musikwissenschaft mit Profil Transcultural Music Studies an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

  

Die Auszeichnung erhielt Mariano González für seine Bachelor-Arbeit zum Thema „Musik und Eucharistie bei Girolamo Frescobaldi und Olivier Messiaen“. In seiner Bachelor-Thesis näherte er sich dem Thema, indem er zunächst die ästhetische Erfahrung in der Musik mit der Erfahrung im religiösen Ritual der Eucharistie verglich.

In den Werken von Girolamo Frescobaldi und Olivier Messiaen, zwei Komponisten aus dem 17. bzw. 20. Jahrhundert, untersuchte Mariano González fortführend, welche musikalischen Mittel diese in der Eucharistie einsetzen und wie die Musik sich einerseits funktional und andererseits auf kommentatorische Weise dem Thema der Eucharistie nähert. Am Ende seiner Untersuchung zeigte sich für Mariano González unter anderem, dass beide Komponisten die Musik auf ganz vielfältige Art und Weise einsetzen, um sich sowohl ästhetisch als auch symbolisch und intellektuell der Eucharistie zu nähern, und dass die Musik gerade auf Grund ihrer Begriffslosigkeit in der Lage ist, der Religion so nahe zu stehen.

 

Zukünftig möchte Mariano González gerne an der Universität bleiben und ist momentan durch seine Tätigkeit als Assistent von Professor Tiago de Oliveira Pinto schon für einige Projekte wie ein Symposium und ein Konzert zur Musik in Süd- und Ostafrika, ein Blockseminar und ein Konzert zur alten Musik im kolonialen Brasilien, und noch weitere zahlreiche Workshops verantwortlich.

 

Ich genieße es sehr, immer von Gästen aus aller Welt in unserem Lehrstuhl umgeben zu sein, mit denen man sich stundenlang unterhalten kann, Veranstaltungen zu organisieren, gelegentlich zu reisen und auch für die KommilitonInnen da zu sein. Ab und an übernehme ich kleine Einheiten in den Lehrveranstaltungen, indem ich ein bestimmtes Material vorstelle oder etwa eine Einführung in Fototechnik im Feldforschungsseminar gebe.“

So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Mariano González vom Geld des Förderpreises eine professionelle Fotoausrüstung gegönnt hat, die für ihn ein wichtiges Instrument für die Feldforschung darstellt und er im Februar in Brasilien und im Juli in Kenia und Tansania ausprobieren wird.

 

Sicherlich werden wir zukünftig noch viel von Mariano Gonzaléz hören. Wir sind sehr stolz auf ihn und wünschen ihm weiterhin ein erfolgreiches Studium mit vielen interessanten zukünftigen Forschungsmöglichkeiten!!!