PASCH-Alumna Irene Bertonazzi - Mit PASCH zum Studium in Deutschland

Mein Name ist Irene Bertonazzi, ich bin gebürtige Italienerin und dank des 2016 an der Deutsch-Profil-Schule in Piacenza erworbenen Abschlusses*  studiere ich heute an der Universität zu Köln im Erstsemester Human-Medizin.  

  

© privat/ Irene Bertonazzi

PASCH-Schule öffnet Türen

Die deutsche Sprache hat bereits in meiner schulischen Ausbildung eine große Rolle gespielt. Heute spreche ich tagtäglich Deutsch, ob beim Lernen an der Uni oder bei Gesprächen mit meinem deutschsprachigen Freundeskreis.

Angefangen hat alles an dem Liceo Ginnasio M. Gioia in Piacenza, welches glücklicherweise über eine Deutsche Abteilung verfügt. Dank dieser Abteilung konnte ich an Schüleraustauschen, Sprachreisen und anderen Initiativen teilnehmen.

Das Erlernen fremder Sprachen ist für mich eine Leidenschaft, denn Sprachen öffnen bekannterweise viele Türen. Die Internationalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, die weltweite Verfügbarkeit von Wissen und die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien führen zu weitreichenden Veränderungen in fast allen Lebensbereichen. Die Fortschritte einer Gesellschaft hängen heute mehr und mehr von deren Mobilität und Flexibilität ab und von der Fähigkeit, neue Qualifikationen schnell und zeitnah zu erlernen. Diese Schule machte es mir möglich.

  

© privat/ Irene Bertonazzi

Mein großes Hindernis

Erst gegen Ende der Schullaufbahn verstärkte sich mein Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern, die in einem Sprachgymnasium aus verständlichen Gründen weniger gefördert werden als Fremdsprachen. Allerdings fiel meine Studienwahl ausgerechnet auf Human-Medizin!

Infolgedessen trat ich gleich nach dem Abitur fest entschlossen und trotz bescheidener Kenntnisse in Chemie, Physik und Biologie den nationalen Aufnahmetest für Medizin in Mailand an.

Das Ergebnis des Tests entpuppte sich als die bitterste Enttäuschung meines Lebens. Von den 63000 angetretenen Studienbewerbern erhielten lediglich 9000 einen Studienplatz, die restlichen Kandidaten, zu denen auch ich gehörte, kamen auf die Warteliste. Die Aussicht auf einen baldigen Studienplatz war relativ gering. Mein Mut sank, ich fühlte mich demotiviert. Viele meiner Freunde waren bereits an italienischen Universitäten angenommen worden, ich dagegen war noch ohne festen Studienplatz in Piacenza zurückgeblieben.

Nichtsdestotrotz verlor ich mein Ziel, nämlich ein Studium in Human-Medizin, niemals aus den Augen. “Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.”, dachte ich mir.

Durch Kontakte ergab sich die wunderbare Möglichkeit, ein zweiwöchiges Praktikum  in der Notaufnahme des Marienhospitals in Düsseldorf zu absolvieren.

  

Die Wende

Diese Erfahrung stellte sich als Wendepunkt meines beruflichen Werdegangs  heraus. Mein Tutor, Chefarzt und Chirurg Herr Dr. Georg Welty, führte mich einfühlsam und kompetent in das äußerst komplexe Thema Arzt als Beruf ein.

Seine Leidenschaft zum Beruf, seine fachlichen Kompetenzen und soft skills haben mich sehr beeindruckt und werden mich wohl für den Rest meines Lebens faszinieren.

Persönlich durfte ich sogar an Ärztebesprechungen, Fortbildungskursen und Patientenuntersuchungen teilnehmen.

Meine Schule in Piacenza und der deutschsprachige Unterricht hatten mich sprachlich sehr gut auf diesen Deutschlandaufenthalt vorbereitet, einmal vor Ort verbesserten sich im Handumdrehen Sprechflüssigkeit und Sprechtempo.

Folglich begriff ich, dass die deutsche Sprache kein Hindernis darstellen dürfte. Mut und Hoffnung gaben mir die notwendige Entscheidungskraft, der neuen Herausforderung “Studium in Deutschland” entsprechend zu begegnen.

  

© privat/ Irene Bertonazzi

Der große Schritt

Hochmotiviert und von meiner Wahl nun endgültig überzeugt, bewarb ich mich über Hochschulstart für ein Studium in Deutschland. Die bürokratischen Schritte zur Zulassung und Einschreibung waren sehr zeitaufwendig und anstrengend, aber zu guter Letzt wurden alle erforderlichen Unterlagen fristgemäß und vollständig eingereicht und von der Universität zu Köln akzeptiert. Eine Zulassung wäre ohne den an der Deutsch-Profil-Schule in Piacenza erworbenen Sprachnachweis  nicht möglich gewesen.

  

Es hat sich gelohnt!

Überglücklich besuche ich nun das Erstsemester an der Universität zu Köln.

Meine schulischen Bemühungen, meine Ausdauer und mein Ehrgeiz haben sich gelohnt und sind in Deutschland belohnt worden.

Aller Anfang ist schwer, aber ich werde diese Anerkennung mit Fleiß und Dank erwidern und beweisen, dass ich es schaffen werde.

Ohne die Unterstützung meiner Eltern, meiner Lehrer und einer außergewöhnlichen deutschen Lehrkraft in Piacenza wäre ich heute nicht hier im Rheinland. Ihnen werde ich auf Lebenszeit dankbar sein.

All denjenigen, die im Ausland studieren wollen, möchte ich Mut zusprechen, jegliche Zweifel hiermit beseitigen und folgenden persönlichen Ratschlag mit auf den Weg geben:

 

                              "Man muss aufbrechen, um bleiben zu wollen."

 

Autorin: Irene Bertonazzi

Datum: 03.05.17

 

 

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