Hier lerne ich gern

In den letzten zwei Monaten habe ich mich für die Prüfungsphase hier in Weimar vorbereitet. Mein Ziel war es jeden Tag mindestens eine Übungsaufgabe zu machen, denn ich wusste, dass ich mich später mit dem Hauptprojekt des Semesters beschäftigen würde.

 

Als Erstes wollte ich die Übungen zu Hause machen, denn ich dachte dort würde ich Ruhe haben und mehr lernen. Jedoch habe ich mich letztendlich dagegen entschieden. Eine Lerngruppe mit meinen Kommilitonen hat sich spontan gebildet, und ich habe sofort gemerkt, dass ich in der Gruppe viel konzentrierter und motivierter war. Als Lernort haben wir immer den Seminarraum verwendet, denn wir haben meistens parallel an unseren Projekten gearbeitet. Dort hat jeder Platz für sich gehabt, egal wie groß die Gruppe war.


Ich fand es toll, als Gruppe an einem Ort lernen zu können, wo man auch laut sein kann, denn letztendlich haben wir auch viel diskutiert. In der Bibliothek wäre das zum Beispiel schwierig gewesen.

 

* letztendlich: am Ende


Hier lerne ich gern

Alle meine Vorlesungen im ersten Semester finden im Hörsaal 1 statt. Er ist der größte Hörsaal im Theoretikum-Gebäude, wo vorklinische Studierende ihre Vorlesungen haben. Vor dem Hörsaal befinden sich auch Schreibtische, die durch Trennwände voneinander abgetrennt sind. Aus diesem Grund sind sie einer meiner Lieblingsorte zum Lernen, weil ich nicht abgelenkt sein werde. Außerdem macht sie die Nähe zum Hörsaal zu einem sehr praktischen Lernort vor und nach den Vorlesungen. Wir dürfen auch in den Seminarräumen lernen, wenn sie unbesetzt sind. Manche Anatomie-Seminarräume sind sehr gut ausgestattet, da dort auch relevante Lehrbücher und Modelle zur Verfügung stehen.

 

Zwei beliebte Bibliotheken für Studierende an meiner Fakultät sind im Neuenheimer Feld und in der Altstadt. Die Bibliothek im Neuenheimer Feld ist zwar kleiner als die in der Altstadt, aber enthält eine größere Vielfalt von Modellen von anatomischen Strukturen, die notwendig sind, um wichtige Strukturen zu kennen und identifizieren. Ich lerne aber lieber in der Altstadt-Bibliothek: Sie ist sehr modern, gemütlich und enthält auch eine ganze Sammlung von Büchern.

 

Wenn jemand einen Ort mit einer freundlichen und entspannten Atmosphäre haben möchte, würde ich ihm empfehlen, ins Café Botanik zu gehen. Dort kann man in Gruppen über Projekte oder Vorlesungen diskutieren oder einen Kaffee trinken, während man selbst lernt.

 

* der Hörsaal, die Hörsäle: ein sehr großer Raum, in dem die Studierenden z.B. Vorlesungen einer Professorin oder eines Professors besuchen
* vorklinisch: im Medizinstudium nennt man so die Semester bis zur ersten Prüfung
* die Trennwand, die Trennwände: eine Wand, die zwischen zwei Tischen steht
* abgelenkt: Wenn man sich nicht konzentrieren kann, weil andere z. B. sehr laut sind.
* unbesetzt: Niemand ist in den Räumen, es findet dort keine Veranstaltung statt.
* ausgestattet: alles, was man in einem Raum findet
* zur Verfügung stehen: hier: da sein
* gemütlich: hier: Man ist dort sehr gerne, weil die Atmosphäre angenehm ist.
* entspannt: Man hat dort keinen Stress.


Hier lerne ich gern

Das Gebäude des Studienkollegs der Freien Universität Berlin ist ausgezeichnet dazu geeignet, produktiv zu lernen. Die hellen und gemütlich ausgestatteten Klassenzimmer motivieren mich, im Unterricht aktiv zu sein, mich zu konzentrieren und den Dozenten zuzuhören.

 

Da ich mich mit dem Technikkurs des Studienkollegs auf die Universität vorbereite, ähnelt der Lernalltag im Kolleg dem schulischen, wobei das Niveau unseres Unterrichts doch etwas höher ist. Das heißt aber trotzdem, dass alle Unterrichtsstunden im selben Klassenzimmer stattfinden, das schon mein zweites Zuhause geworden ist.

 

Für eine abwechslungsreichere Umgebung beim Lernen besuche ich auch gern die Bibliothek auf unserem Campus. Die ruhige Atmosphäre und die Möglichkeit, sich störungsfrei mit den Inhalten auseinanderzusetzen, erleichtern mir das Lernen und ich bin dort produktiver. Daher stellt das Studienkolleg mitsamt der anderen Gebäude der Universität für mich einen sehr positiven Lernraum dar.

 

* ausgezeichnet: sehr gut
* ausgestattet: alles, was man in einem Raum findet
* ähneln: so sein wie
* abwechslungsreich: nicht monoton, nicht langweilig
* störungsfrei: Man kann sich gut konzentrieren.
* sich mit den Inhalten auseinandersetzen: hier: lernen


Hier lerne ich gern

Ich bin eine Person, die ihren Lieblingsort zum Lernen ständig wechselt, um verschiedene Atmosphären zu haben. Am Anfang des ersten Semesters wurde mir natürlich als Erstes die Bibliothek gezeigt und für das Lernen vorgeschlagen. Und dort begann meine Lernreise.

 

Die Bibliothek an der TU München (TUM) besteht aus drei Etagen, die komplett mit Bücherregalen, Tischen und Stühlen vollgestellt sind. Ich habe dort viele Stunden verbracht und habe demzufolge auch alle Etagen gesehen. Auf jeder habe ich mindestens ein Mal gesessen. Am schönsten fand ich die Lernräume in der dritten Etage, da man dort gut mit Freunden zusammen lernen und einander helfen kann, ohne andere Kommilitonen zu stören.

 

Danach ging es für mich in die Lernräume meiner Fakultät, der Wirtschaftswissenschaften. Dort habe ich nicht viel Zeit verbracht, da es meistens sehr voll war und mir die Atmosphäre nicht wirklich gefallen hat. Danach kam das Audimax ins Spiel. Das ist der größte Hörsaal an der TUM. Dort finden alle meine Vorlesungen statt. Dieser Raum eignet sich sowohl für Vorlesungen als auch fürs Lernen. Er hat eine obere Etage, die meistens leer ist und wo man produktiv und konzentriert lernen kann. 

 

Außerdem gibt es noch das StuCafé. Das ist ein Café an der Universität, wo man essen und trinken, Freunde treffen aber auch lernen kann.

 

* ständig: hier: sehr oft
* vorschlagen: Man hat ihr gesagt, dass man dort gut lernen kann.
* die Etage, die Etagen: das Stockwerk, die Stockwerke
* ins Spiel kommen: hier: Das Audimax war ihr nächster Lernort.
* sich eignen für: gut sein für


Autorin: Katja Hanke
ist freie Journalistin in Berlin.