Name: Stephanie Rohrmeier

Alter: 22 Jahre

Heimatort/-land: Plattling, Deutschland

Ehemalige Schule: German European School Manila

Abschlussjahrgang: 2015

Deutschlandaufenthalt: Seit 2015 in Niederbayern und der Oberpfalz (Regensburg)


1. Ein deutsches Wort/eine deutsche Redewendung/ein deutsches Zitat, das mich beschreibt:

"Wir ziehen die Grenzen unserer Persönlichkeit immer viel zu eng! [...] Wir bestehen aber aus dem ganzen Bestand der Welt ..." aus Demian, Hermann Hesse.

 

2. Das Wort, die Wortgruppe, die ich am häufigsten in Deutsch verwende:

Allerdings und außerdem.

Damit ist es möglich zu differenzieren.

 

3. Ein Gefühl, ein Wort oder ein Bild, das ich mit Deutschland/Deutsch verbinde:

Das Gefühl barfuß über eine Wiese zu laufen.

© privat/ Stephanie Rohrmeier

4. PASCH bedeutet für mich:

Ganz klar individuelle Förderung, neue Möglichkeiten, Familie, Zusammenhalt, Offenheit. Ich habe gelernt zu lernen und das Lernen, die Wissenschaft und das Verstehen komplexer Zusammenhänge zu lieben. 

 

5. Als ich noch PASCH-Schüler/Schülerin war, wollte ich nach der Schule ...

Mathematik und Germanistik studieren und so viel tanzen wie möglich.

  

6. Seitdem ich die Schule beendet habe und PASCH-Alumna/-Alumnus bin, …

 ... studiere ich in Regensburg Germanistik mit Mathematik, kulturgeschichtlichen Mittelalterstudien und Gender Studies und in Erlangen an der SET Musikmanagement. Außerdem bin ich freiberufliche Künstlerin und mit meiner Feuershow an den unterschiedlichsten Orten vertreten. Zusätzlich arbeite ich unter anderem in einem Tonstudio und als Schauspielerin bei der Stadtmaus in Regensburg, veranstalte das Tutorium an der Regensburger Uni für Ältere deutsche Literaturwissenschaft und bin als SHK am Lehrstuhl tätig.

 

Steffi beim Spielen mit ihrer Band © privat/ Stephanie Rohrmeier

 

7. Ich habe mich für diesen Weg entschieden, weil ...   

Ich liebe die Wissenschaft genauso wie die Lehre, um nun beides zu kombinieren strebe ich auf eine Professur in der Älteren Deutschen Literaturwissenschaft. Gleichzeitig liebe ich den Tanz, die Musik… Die Lehrkräfte an meiner Schule haben mich bei all meinen Interessen unterstützt und gefördert. Meine Kunstlehrerin beispielsweise brachte mir die Liebe für performative Arbeit. Obwohl ich von meinen künstlerischen Tätigkeiten lebe und die Selbstständigkeit sehr schätze, strebe ich trotzdem auf eine wissenschaftliche Karriere. Natürlich ist es ein sehr hohes Pensum. Doch durch die Förderung und Unterstützung von allen Seiten bekam ich einen anderen Zugang zu Zeitmanagement und Planung. Die Schule in Manila trägt definitiv den größten Anteil dazu bei, dass ich aus tiefsten Herzen sagen kann, dass ich wirklich glücklich bin.

  

8. Ich bin besonders stolz auf mich, weil …

Stolz ist die falsche Bezeichnung, ich bin glücklich und dankbar mein Leben so führen zu können, wie ich es tue. Obwohl ich Studentin bin, ist es mir möglich soziale Projekte auf den Philippinen weiterhin zu unterstützen (durch meine Shows). Diese sozialen Projekte laufen über meine alte Schule in Manila bzw. über meinen dortigen CAS Lehrer. Er organisiert alles und ich schicke ab und zu Geld nach Manila. Allerdings hatte ich auch Kooperationen mit verschiedenen Schulen in Deutschland (Robert Koch Gymnasium Deggendorf und St.-Michaels-Gymnasium Metten). Dort habe ich Vorträge gehalten und "Solidaritätskarten" verkauft, damit konnte erstaunlich viel Geld gesammelt werden. Ich bin sehr glücklich behaupten zu können, dass ich durch die GESM optimal auf mein weiteres Leben vorbereitet wurde und dadurch mein Leben so führen kann.

  

9. Mein derzeitiger Alltag ist …

Momentan besuche ich an mindestens 3 Tagen in der Woche die Uni, gebe das Tutorium, arbeite am Lehrstuhl und bin natürlich in unterschiedlichen Veranstaltungen. Ab Donnerstag bin ich jedes Wochenende unterwegs, auch auf unterschiedlichen Veranstaltungen, teilweise sogar mehrere in einer Nacht. Ein Beispielswochenende: ich spiele ein paar Stücke am Donnerstag, am Morgen danach fahre ich auf ein Festival mit einer Band und von dort aus geht es direkt zu einer oder mehreren Tanzshow(s).

© privat/ Kirill Ilyasov
© privat/ Stephanie Rohrmeier

Dazwischen bin ich im Tonstudio um Kabel zu holen und bereite meine Veranstaltungen von der Uni vor bzw nach. Außerdem trainiere ich pro Tag mindestens zwei Stunden. An der Uni Regensburg gibt es Proberäume, die Studis nutzen können. Es klingt sehr stressig und als hätte ich keine Freizeit. Das stimmt auch teilweise. Aber ich habe es mir so ausgesucht! Ich bin so glücklich mit allem was ich mache. Ich bin unabhängig, viel unterwegs, treffe interessante Personen, erlebe viel, kann wissenschaftlich arbeiten, und meine Freunde arbeiten mit mir. Ob an der Uni oder im Tonstudio, ich bin nicht einsam.

Es ist ein relativ individueller Lebensstil. Selbstverständlich ist es nicht immer leicht am Ball zu bleiben und natürlich hört man des Öfteren unangenehme Äußerungen. „Kannst du das als Frau schon?“ usw. 

Ich liebe meine Unabhängigkeit und die Abwechslung. Ich habe eine 20 Quadratmeterwohnung direkt neben der Uni mit über 1000 Büchern, mein kleiner Ruhepol, den ich definitiv brauche.

   

10. Mein Engagement als PASCH-Alumna:

Ich würde gerne so viele Menschen wie möglich auf die sozialen Projekte auf den Philippinen aufmerksam machen, bessere Vernetzung untereinander starten und hoffentlich interessante und liebevolle Menschen kennenlernen.

 

11. Von der Zukunft erwarte ich ...

E-Autos, guten Kaffee, offene Gespräche, spannende Begegnungen und wissenschaftliche Arbeiten.

 

12. Mein Rat/Tipp an andere PASCH-Schüler/Schülerinnen oder -Alumni ist:

Ziele zu haben ist wichtig, aber genauso wichtig ist es mit offenen Augen durch die Welt zu gehen - neue Möglichkeiten findet man überall – und manchmal barfuß über eine Wiese zu laufen.

Veranstaltungskalender

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