PROJEKT: „Deutschland-Woche“

Eine Projektidee von Siyana Dimitrova, Mihail Nikolov, Stela Petrova (Abschlussjahrgang 2009, 2012, 2013) aus Montana (Bulgarien)

Projektort: Montana (Bulgarien)

Teilnehmer: Das Projekt richtet sich an die Schüler in der 10., 11., und 12. DSD-Klasse. Selbstverständlich sind auch Schüler aus der Vorbereitungsklasse herzlich willkommen, um sich ein Bild von den Möglichkeiten, Perspektiven und Chancen zu machen, die ein Studium in Deutschland bietet. Es handelt sich um mehr als 100 Schüler.

Ziel des Projekts: Mit diesem Projekt wollen wir eine interaktive Deutschland-Woche organisieren und zusammen mit den Schülern aus den DSD-Klassen diese mitgestalten.

Es werden folgende Ziele verfolgt:

- authentische Beratung aus erster Hand für die DSD-Schüler

- Förderung der Teamarbeit als Bestandteil des Deutschunterrichts

Vernetzung, Erfahrungsaustausch sowie Zusammenarbeit zwischen Alumni und zwischen Alumni und DSD-Schülern.

- Information über Projekte und Wettbewerbe in Deutschland sowie Vorstellung der PASCH-net-Plattform und Steigerung ihrer Bekanntheit unter den Schülern

Durchführung von interaktiven Workshops, kreativen Wettbewerben und wissenswerten Quiz als Anreiz für intensive Auseinandersetzung mit Inhalten zum Thema „Mein Weg nach Deutschland“

Nutzung der neuen Medien als innovative Tools für Entwicklung und Darstellung von Projekten

 

Beschreibung des Projekts:

Eine Woche lang setzen sich die DSD-Schüler des Fremdsprachengymnasiums Petar Bogdan in Montana, Bulgarien in verschiedenen Formen intensiv mit Deutschland auseinander. Das Projekt „Deutschland-Woche“ wird von PASCH-Alumni für derzeitige DSD-Schüler organisiert. Die Motivation für diese Projektidee basiert vor allem auf den Erfahrungen der Alumni in der Schulzeit, ihren während des Studiums neu erworbenen Kenntnissen und ihrer Bereitschaft, Unterstützung, Beratung und Austausch zu diesem Thema zu geben.

„Deutschland-Woche“ stellt ein gemeinnützliches Projekt dar, das den Austausch zwischen Alumni und zwischen Alumni und DSD-Schülern fördert, indem umfangreiche Beratung aus erster Hand zum Studieren und Leben in Deutschland angeboten wird. Zur Steigerung der Partizipation und des Grundinteresses der Teilnehmer wird durch Workshops mehr Interaktivität und den Gedanken von Teamwork in das Projekt adaptiert. Da Deutschland jährlich zahlreiche internationale Voll- und Austauschstudierende, Dozenten, Angestellte sowie Interessenten begrüßt, hat sich seit einigen Jahren das Wort „Willkommenskultur“ langsam in der Gesellschaft etabliert und ist dadurch zu einer sozialen Kompetenz geworden. Was bedeutet „interkulturelle Kommunikation“, wie kommuniziere ich mit Menschen anderer Mentalität und warum soll die Vielfalt gefördert werden, wird zusammen anhand von Fallbeispielen diskutiert. Anschließend wird ein Blog erstellt, auf dem Interessenten aus aller Welt die „Deutschland-Woche“ durch Videos, Fotostrecken, Statements von Teilnehmern und Lehrern sowie Ergebnisse der Workshops diese Veranstaltung direkt miterleben und Ideen für weitere kreative Projekte entwickeln können. Zusätzlich werden den Schülern und Lehrern innovative Tools vorgestellt, die für eine lebendigere Darstellung von Projekten genutzt werden können.

Durch ein innovatives Projekt wie dieses werden die Zusammenarbeit und die Vernetzung von Alumni gefördert sowie ihr Potential als Botschafter für Deutschland entwickelt. Die „Deutschland-Woche“ charakterisiert sich eindeutig als ein besonderes Format, das Mitmach-Aktionen, multimediale sowie online Komponenten beinhaltet.

 

Für die Durchführung des Projekts wird eine Woche im ersten Halbjahr 2017 geplant, wobei jeden Tag inhaltliche sowie interaktive Programmpunkte veranstaltet werden. Um das Engagement der Schüler zu erhöhen sowie ihr Interesse am Projekt zu wecken, wird Anfang des Jahres ein Wettbewerb zum Thema „Deutschland und ich“ ausgeschrieben. Die Schüler können sich mit Deutschland in verschiedenen Formen auseinandersetzen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Eine Jury entscheidet über die Gewinner, die im Anschluss der Deutschland-Woche ihre Preise bekommen werden. Die Preisträger werden auf dem Blog vorgestellt und ihre Wettbewerbsbeiträge werden auch veröffentlicht.

Die bisher geplanten Vorträge richten sich an die Schüler, die sich noch auf die Prüfung für das DSD II vorbereiten und noch keine konkreten Visionen für ihr Studium haben, sowie an diese, die im letzten Schuljahr sind und genaue Informationen über das Studium und Leben in Deutschland brauchen. Die Vorträge beinhalten folgende Themen: Studieren und Leben in Deutschland von A bis Z, PASCH-net-Portal als Möglichkeit für Weiterbildung, Engagement und Informationsquelle für Schüler und Lehrer. Es wird nach weiteren Alumni gesucht, die bereit sind, als Gast-Vortragende über ihre Erfahrungen in Deutschland zu berichten und Ratschläge zu geben. Nicht zuletzt werden durch diese Vernetzung neue Kontakte entstehen, die die Alumni-Arbeit der Schule entwickeln können. Die Interessenten für ein Studium in Deutschland werden von besonders erfahrenen Alumni profitieren, die sich hervorragend in Deutschland auskennen und hilfreiche Tipps auch für den Berufseinstieg geben können.

Durch die interaktiven Workshops wird den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, diese mit Inhalten zu einem bestimmten Thema zu füllen, die für sie relevant bzw. interessant sind. Sie werden aktiv und durch die eigenen Ideen und Verantwortung in die Workshops eingebunden. Der Teamgeist, der gegenseitige Einsatz und die Hilfsbereitschaft werden gestärkt. Diese sind für das zukünftige Studium in Deutschland von großer Bedeutung, da der interkulturelle Austausch und die Zusammenarbeit verschiedener Kulturen im Campus- und Berufsleben nicht mehr wegzudenken sind. Darauf bezieht sich auch das Workshop „Interkulturelle Kommunikation“, bei dem in kleinen Gruppen verschiedene Situationen und die möglichen Vorgehensweisen diskutiert werden. Zwei weitere Workshops beschäftigen sich mit der Gestaltung des Lebenslaufs und der Produktion einer visuellen Visitenkarte. Im ersten werden Beispiele gezeigt und zusammen mit den Organisatoren werden die Teilnehmer ihre eigenen Lebensläufe verfassen. Der Lebenslauf ist ein untrennbarer Teil jeder Bewerbung für Studium, Stipendien, manchmal auch für Wettbewerbe. Der zweite Workshop fördert die Kreativität der Schüler, indem sie ein Team zu einem bestimmen Thema bilden und dieses in kurzen zweiminütigen Videos vorstellen sollen. Die Schwerpunkte liegen auf den Interessen und Kenntnissen der Schüler sowie auf der Art und Weise, wie sie ihre Stärken mit Hilfe von neuen Medien in die Öffentlichkeit bringen. Der letzte Punkt im interaktiven Programm ist die Speed-Beratung. Hier handelt es sich um ein persönliches und zielorientiertes Meeting zwischen Alumni und Absolventen der DSD-Klasse. Eine Mappe mit den meist gestellten Fragen wird erstellt und der Schule geschenkt, damit die nächsten Absolventen Zugang zu diesen Informationen haben und Unterstützung aus erster Hand bekommen können. Außerdem wird Hangout zu allen wichtigen Themen im Projekt für die Teilnehmer bereitgestellt.

 

Zum Schluss der „Deutschland-Woche“ wird ein Quiz mit verschiedenen Fragen über Deutschland durchgeführt. Im diesem Teil werden die Schüler in dem Vorbereitungsjahr angesprochen, die mit der Formulierung der Fragen und Darstellung des Quiz als Hauptakteure integriert werden. Dadurch werden sie sich intensiv mit Deutschland und der deutschen Kultur beschäftigen und für weitere Teilnahmen an Projekten motiviert. Die Preise werden überwiegend Bücher, Merchandise-Artikel, T-Shirts oder ähnliche Artikel, durch die eine nähere Beziehung zu Deutschland hergestellt wird. Am Ende werden alle Teilnehmer die Möglichkeit haben, das Projekt zu evaluieren sowie Vorschläge zur Weiterentwicklung zu machen.

Das vorgestellte Projekt „Deutschland-Woche“ kann konzeptionell mit gewissen Änderungen und Anpassungen von anderen PASCH-Schulen oder als Seminar für Olympiadenteilnehmer oder Schüler mit besonderem Engagement im Bereich Deutsch als Fremdsprache umgesetzt oder adaptiert werden. Einzelne Maßnahmen können je nach Bedarf und Präferenz der benötigen Unterstützungsleistung erweitert werden.