Der erste Schritt zum neuen Job – das Motivationsschreiben

Unternehmen erhalten eine Vielzahl an Bewerbungen. Damit Ihre Bewerbung nicht als eine unter vielen untergeht, sollte das Motivationsschreiben (=Anschreiben) einzigartig, spannend und überzeugend geschrieben sein.

Aber wie gelingt das und was gehört alles in ein Motivationsschreiben?


Im Motivationsschreiben begründen Sie präzise, warum Sie sich für diese Stelle interessieren und weshalb gerade Sie die richtige Person für diese Position sind. Zeigen Sie dem Personaler Ihre Stärken und welche Fähigkeiten Sie durch frühere (Berufs-)Erfahrungen mitbringen, die für die neue Stelle relevant sind. Der Personaler erkennt so, welche Vorteile Sie dem Unternehmen bringen würden.

  

 

 

Aufbau des Motivationsschreibens/Anschreibens

 

 

Tipps:

  • Anrede: Versuchen Sie einen direkten Ansprechpartner herauszufinden und nicht nur mit einem allgemeinen „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu beginnen. 
  • Einleitungssatz: Er ist die Visitenkarte der Bewerbung und sollte gut sitzen, sodass die ganze Bewerbung weitergelesen wird. 
  • Relevanz: Wiederholen Sie nicht nur Ihren Lebenslauf. Gehen Sie auf die relevanten Erfahrungen und Kenntnisse näher ein und beziehen Sie sich konkret auf die Stelle.
  • Präzision und Individualität: Zeigen Sie, dass Sie sich mit dem Unternehmen und der Stellenausschreibung intensiv auseinandergesetzt haben. Ihr Anschreiben sollte genau an die jeweilige Stelle angepasst sein. 
  • Beispiele: Behaupten Sie nicht nur, dass Sie bestimmte Fähigkeiten besitzen. Belegen Sie diese anhand von Beispielen.  
  • Aktive Wortwahl: Verzichten Sie auf Passivsätze (statt „Mir wurde beigebracht…“ lieber „Ich habe gelernt…“) oder Konjunktiv-Konstruktionen (statt „Ich würde mich freuen…“ lieber „Ich freue mich…“) 
  • Layout: Machen Sie Absätze und verwenden Sie eine gut lesbare Schrift (z.B. Arial 11pt oder Times New Roman 12pt). Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein. 
  • Korrekturlesen: Überprüfen Sie Ihren Text auf sprachliche Korrektheit, richtig geschriebene Namen, Tippfehler und zu lange Schachtelsätze.

 

 

Hinweise:

  • Formulierungsbeispiele nicht wörtlich kopieren, sondern an Ihren eigenen Sprachstil anpassen. 
  • Je nach Branche kann das Anschreiben unterschiedlich aussehen: für einen Job bei einer Bank sollten die Sprache und das Layout schlichter sein, während Sie bei einem Job im künstlerischen Bereich kreativer werden können. Tipp: ein Blick auf die jeweiligen Webseiten der Arbeitgeber kann Ihnen zeigen, wie viel Kreativität angebracht ist.
  • Zielorientiertes, verständliches und glaubwürdiges Schreiben sind das Entscheidende, um den Personaler zu überzeugen.
  • Verschicken Sie nur Kopien – keine Originale! Sie müssen nicht alle Zeugnisse hinzufügen, in der Regel reichen etwa fünf Zeugnisse. 
  • Falls Sie eine Online-Bewerbung verschicken, ist es sinnvoll, alle Dokumente in einem PDF-Dokument zusammenzufassen und richtig zu bezeichnen: Nachname_Vorname_Stellenbezeichnung.