Was verbindet Alumni von Deutschen Auslandsschulen miteinander?

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Gibt es so etwas wie eine weltweite gemeinsame Identität? Wie kann das Netzwerk auf- und ausgebaut werden? Über diese und weitere Fragen diskutierten 28 Alumni-Beauftragte von Deutschen Auslandsschulen und Deutsch-Profil-Schulen Mitte November in Berlin.

 

 

Bei diesem ersten Netzwerktreffen ging es darum Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam Erfolgsstrategien der Alumni-Arbeit zu identifizieren. Aus allen Regionen des Auslandsschulnetzwerks kamen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu der Tagung in Berlin. Entsprechend divers waren die Erfahrungshintergründe. Viele der Deutschen Auslandsschulen betreiben bereits seit Jahren erfolgreiche Alumni-Arbeit. Die Alumni-Datenbank der Deutschen Schule in Porto Seguro, Brasilien umfasst nahezu 10.000 Kontaktdaten, die Deutsches Schule Teheran im Iran hält seit über 50 Jahren den Kontakt zu ihren Alumni. Andere, wie die Deutsche Schule in Izmir, stehen noch ganz am Anfang. Die meisten der Alumni-Beauftragten sind entweder Lehrkräfte, Studien- und Berufsberater oder in der Marketingabteilung beschäftigt. Fast die Hälfte der Teilnehmenden in Berlin sind selbst Alumni ihrer Schule.

In unterschiedlichen Gruppenformaten diskutierten die Alumni-Beauftragten vielfältige Aspekte der Alumni-Arbeit und berichteten über Beispiele aus der Praxis. Es ging um Ziele, konkrete Strukturen, Angebote und Finanzierungsmöglichkeiten ebenso wie Fragen der Alumni-Identität und -Bindung. Das Zugehörigkeitsgefühl der Absolventen von sehr traditionsreichen Schulen ist oft besonders groß. Zum Teil haben die ehemaligen Schülerinnen und Schüler selbst ehrenamtliche Alumni-Vereine gegründet. In Südafrika werden regelmäßige Familienevents und Sporttage angeboten. In Mexiko ist der Zusammenhalt so stark, dass in den wöchentlichen Newslettern des Alumni-Vereins auch Todesanzeigen von ehemaligen Schülern oder Aufrufe zur Blutspende veröffentlicht werden.

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Die Alumni-Beauftragten der Deutschen Schulen in Johannesburg, Bilbao und Lima stellten ihre Alumni-Arbeit als Best-Practice-Beispiele vor. Drei Alumni unterschiedlicher Generationen der Deutschen Schulen aus Athen und Lima berichteten von ihrer persönlichen Motivation mit ihrer Schule verbunden zu bleiben. Auch die Vernetzungsplattform www.pasch-alumni.de wurde ausführlich vorgestellt.

 

 

Ziel: langfristige Bindung an die Schule

Zu den wesentlichen Ergebnissen der Tagung gehörte die Erkenntnis, dass die Alumni-Arbeit auch in der Schule selbst verankert sein muss, um nachhaltig zu sein. Ziel ist die langfristige Bindung an die Schule. Die Absolventen werden zu Multiplikatoren, die zum positiven Image der Schule beitragen und dadurch neue Schülerinnen und Schüler anziehen.

Für die Entwicklung der Alumni-Identität ist die Verbundenheit zur Schule wichtig. Diese muss schon während der Schulzeit gefördert werden. Andererseits brauchen auch manche der Absolventen einige Jahre Abstand nach dem Abschluss bevor sie sich wieder an ihre ehemalige Schule wenden. Für die unterschiedlichen Generationen sollten jeweils spezifische Angebote gemacht werden. Unterstützung beim Übergang von der Schule zum Studium für die jüngeren und Abschlussjubiläen mit ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern für die älteren Absolventen sind besonders gefragt. An einigen Schulen waren die Anforderungen der Bund-Länder-Inspektion ein Ansporn ihre Alumni-Arbeit zu professionalisieren.

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Am Ende waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem von dem wertvollen Erfahrungsaustausch und den vielen Tipps aus der Praxis anderer Schulen begeistert. Entstanden ist ein eigenes kleines Netzwerk von Tagungs-Alumni, die ihre Erkenntnisse nun als Multiplikatoren in den Regionen weitertragen.

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