Sozial engagiert und vernetzt: Preisverleihung PASCH-Alumni-Projekt des Jahres

Bundesaußenminister Heiko Maas würdigte das Engagement der PASCH-Alumni
© PASCH/Cordula Flegel

2.000 Euro erhielten die Gewinnerinnen und Gewinner des PASCH-Alumni-Projekt des Jahres, um ihre gemeinnützigen und innovativen Projektideen umzusetzen. Die drei besten Teams nahmen zudem an einem zweitägigen Vernetzungstreffen in Berlin teil. Bei der Preisverleihung am 12. Oktober im Auswärtigen Amt wurden sie feierlich ausgezeichnet.

 

Die Preisverleihung fand im Rahmen des DAAD-Orientierungsseminars für Neustipendiatinnen und –stipendiaten von PASCH-Schulen statt. Heidrun Tempel, Beauftragte für Auswärtige Kulturpolitik, begrüßte die jungen Menschen herzlich und betonte, wie wertvoll die Vernetzung innerhalb der mittlerweile zehn Jahre alten Initiative Schulen: Partner der Zukunft (PASCH) sei. Gabriela Bennemann (Auswärtiges Amt), Jörg Drenkelfort (Zentralstelle für das Auslandsschulwesen) und Dr. Heike Uhlig (Goethe-Institut) überreichten die Urkunden und hoben das besondere soziale Engagement der PASCH-Alumni aus Peru, Kamerun, Russland und der Mongolei hervor. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch die Gewinnergruppe aus Kamerun. 

Die drei besten Teams vor dem PASCH-Mobil
© PASCH/Cordula Flegel

Zu den Höhepunkten der Preisverleihung im Auswärtigen Amt zählte der Fototermin mit Außenminister Heiko Maas. Dieser nahm sich Zeit für die PASCH-Alumni und würdigte ihr Engagement und ihr Interesse an einem Austausch mit Deutschland.

Um ihre Projekte erfolgreich durchzuführen, nahmen die PASCH-Alumni an einem Projektmanagement-Workshop teil. Einen Tag lang arbeiteten sie intensiv an Themen wie Finanzplanung, Marketing, Stakeholderanalyse und Risikoplanung. Max Vidal Carranza, Alumnus der Deutschen Schule Alexander von Humboldt Lima, zog ein positives Resümee am Ende des Workshoptages. Die Trainerin habe ihnen sehr individuell Feedback gegeben und den Finger stets auf die Punkte gelegt, die in ihrer Planung noch nicht zu Ende gedacht seien. Die vier Alumni aus Peru werden Workshops für die Jugendlichen der indigenen Gemeinde der Amazonasregion in Santa Clara anbieten, um die kulturelle Identität der Shipibo zu stärken. 

Alumna Ekaterina Zhurikova freut sich über das Selfie mit Heiko Maas und MdB Ulla Schmidt
© Ekaterina Zhurikova

Auch das Alumni-Team aus Russland und der Mongolei freut sich auf die Umsetzung. „Jetzt haben wir eine klare Struktur, einen soliden Zeitplan und können unser Projekt erfolgreich umsetzen“, stellte Margarita Medvedeva aus Russland fest. Das Projekt wird die erste Etappe eines umweltwissenschaftlichen Forschungsprojektes sein. Die mongolischen und russischen Alumni von Sprachdiplomschulen (DSD) werden gemeinsam den Kultur- und Naturraum am Chöswgöl See in der Mongolei erforschen. Die Ergebnisse wollen sie in Form verschiedener Artikel, Videos und anderer Materialien für den Unterricht aufbereiten. „Wir wollen gute freundschaftliche Beziehungen zwischen Sibirien, Mongolei und auch Deutschland mit der deutschen Sprache als Kommunikationsmittel aufbauen“, erklärte DSD-Alumna Margarita das Ziel ihres Projekts.

 

 

Die Gewinner aus Kamerun freuen sich über ihre Auszeichnung
© PASCH/Cordula Flegel
Grenzüberschreitendes Engagement – Die Gewinnerinnen aus Russland und der Mongolei
© Dirk Enters

Die Gewinner aus Kamerun, Alumni der Fit-Schule Lycée Bilingue de Bafoussam, wollen mit ihrem Musik- und Tanzprojekt die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen fördern. „Durch einen kostenlosen Musik-, Instrumental- und Tanzunterricht möchten wir das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und die verborgenen Talente der Schülerinnen und Schüler aus Bafoussam wecken“, kommentierte Jude Daniel Tolo Obate.

An dem Projektwettbewerb für innovative und gemeinnützige Projektideen hatten sich 38 PASCH-Alumni-Gruppen aus 20 Ländern beteiligt. Mit dem Wettbewerb wird die Vernetzung von PASCH-Alumni und grenzübergreifendes soziales Engagement gefördert. Das PASCH-Alumni-Projekt des Jahres wird alle zwei Jahre von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen und dem Goethe-Institut im Auftrag des Auswärtigen Amts durchgeführt.

Neben den drei eingeladenen Gruppen erhalten drei weitere Gruppen aus Argentinien, Tadschikistan, Lettland und Ukraine ihre Urkunde und das Preisgeld in ihren jeweiligen Heimatländern. Alle sechs Projektteams werden im Laufe des nächsten Jahres ihre Arbeit dokumentieren und über die Umsetzung ihrer Projekte berichten. 


Die Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) vernetzt weltweit mehr als 2.000 Schulen, an denen Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat. PASCH ist eine Initiative des Auswärtigen Amts in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dem Goethe-Institut (GI), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz (PAD). Durch PASCH sollen lebendige, langfristige Bindungen zu Deutschland aufgebaut werden. Ziel ist eine internationale weltumspannende Lerngemeinschaft, die Schulen, ihre Lehrkräfte und ihre Schülerinnen und Schüler anregt, sich untereinander auszutauschen und in deutscher Sprache zusammenzuarbeiten (siehe auch www.pasch-net.de).